Spiroergometrie – Der Goldstandard der Leistungsdiagnostik

Die Spiroergometrie (kardiopulmonale Belastungsuntersuchung) ist die präziseste Methode zur objektiven Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Herz, Lunge und Muskulatur. Während einer stufenweise ansteigenden Belastung werden Atemgase, Sauerstoffaufnahme (VO₂), Kohlendioxidabgabe (VCO₂), Ventilation, Herzfrequenz und Belastungs-EKG kontinuierlich erfasst.

Dadurch lässt sich nicht nur die maximale Leistungsfähigkeit bestimmen, sondern vor allem erkennen, welcher Faktor die Belastbarkeit begrenzt – Herz-Kreislauf-System, Atmung, Muskulatur oder Stoffwechsel.

Für Sportlerinnen und Sportler

Präziser trainieren – mehr erreichen

Trainieren nach Herzfrequenzformeln oder Smartwatch ist immer nur eine Schätzung. Die Spiroergometrie bestimmt Ihre individuellen Trainingsbereiche auf Basis Ihrer eigenen Physiologie.

Sie profitieren von

  • exakter Bestimmung der aeroben und anaeroben Schwelle (VT1/VT2)

  • individueller Herzfrequenz- und Leistungsbereiche

  • Optimierung von Ausdauer, Tempo und Wettkampfleistung

  • Vermeidung von Übertraining und unnötigen Belastungen

  • objektiver Verlaufskontrolle des Trainings

  • frühzeitigem Erkennen leistungslimitierender Faktoren

Insbesondere Ausdauerathleten profitieren von einer regelmäßigen Leistungsdiagnostik, um ihr Training effizienter zu gestalten und Trainingsfortschritte objektiv zu dokumentieren.

Für Gesundheit und gesundes Altern

Fitness ist ein wichtiger Gesundheitsmarker

Die kardiorespiratorische Fitness zählt heute zu den stärksten Prädiktoren für Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebenserwartung. Eine niedrige Fitness ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und einer erhöhten Gesamtsterblichkeit verbunden. Die American Heart Association empfiehlt deshalb, die kardiorespiratorische Fitness als einen klinischen Vitalparameter zu betrachten.

Mit zunehmendem Alter verliert jeder Mensch an Leistungsfähigkeit. Durch gezieltes Training kann dieser Prozess jedoch deutlich verlangsamt werden. Voraussetzung dafür ist eine individuell angepasste Belastungssteuerung.

Die Spiroergometrie unterstützt dabei,

  • das optimale Trainingsniveau sicher festzulegen,

  • Unter- und Überbelastungen zu vermeiden,

  • körperliche Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten,

  • Trainingserfolge objektiv zu dokumentieren,

  • Präventions- und Rehabilitationsprogramme individuell anzupassen.

Eine Verbesserung der kardiorespiratorischen Fitness geht mit einer deutlichen Senkung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitige Sterblichkeit einher. Bereits moderate Verbesserungen der Fitness können klinisch relevante gesundheitliche Vorteile bewirken.

Einsatzgebiete

  • Sportmedizinische Vorsorgeuntersuchungen

  • Leistungsdiagnostik für Freizeit- und Leistungssport

  • Trainingsplanung für Lauf-, Rad- und Triathlonsport

  • Vorbereitung auf Wettkämpfe

  • Gesundheits-Check-up

  • Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Rehabilitation nach Erkrankungen (je nach medizinischer Fragestellung)

  • Healthy Aging und Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit

Unsere Untersuchung

In der Praxis Riesbach erfolgt die Untersuchung unter sportmedizinischer Betreuung und umfasst:

  • Anamnese

  • Belastungs-EKG

  • Spiroergometrie mit Atemgasanalyse

  • Bestimmung von VO₂max und ventilatorischen Schwellen

  • Individuelle Trainingsbereiche

  • Persönliche Besprechung der Ergebnisse

  • Konkrete Trainingsempfehlungen für Sport oder Gesundheitsprävention

Wissenschaftliche Evidenz

Die Spiroergometrie (Cardiopulmonary Exercise Testing, CPET) gilt international als Goldstandard der funktionellen Leistungsdiagnostik. Die maximale Sauerstoffaufnahme (VO₂max) und die kardiorespiratorische Fitness gehören zu den am besten untersuchten Parametern der Präventions- und Sportmedizin und sind eng mit Gesundheit, körperlicher Leistungsfähigkeit und Lebenserwartung verknüpft.

Ausgewählte Literatur

Ross R, Blair SN, Arena R et al. Importance of Assessing Cardiorespiratory Fitness in Clinical Practice: A Case for Fitness as a Clinical Vital Sign. Circulation. 2016.

Kaminsky LA, Imboden MT, Arena R et al. Cardiorespiratory Fitness and Cardiovascular Disease. Journal of the American College of Cardiology.

Laukkanen JA et al. Objectively Assessed Cardiorespiratory Fitness and All-Cause Mortality Risk. Mayo Clinic Proceedings. 2022.

American College of Sports Medicine (ACSM). ACSM's Guidelines for Exercise Testing and Prescription.

2025

New York

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